Susanne Hefti



Susanne Hefti erforscht mit Bild und Text zumeist unwirtlich erscheinende Architekturen als soziale und gesellschaftliche Räume. So hat sie beispielsweise Tankstellen im Kosovo oder monumentale Denkmäler in Skopje fotografiert. Es gelingt ihr dabei, eine gewisse Reibung zwischen Repräsentation und Gesellschaft sichtbar zu machen. Bruchstellen, unfertige Fassaden, sich kontrastierende Elemente von jüngster und älterer Zeit lesen sich wie eine Allegorie auf einen Fortschritt, welcher sich in seiner Geschichtsverklärung unweigerlich im Kreis dreht. Oder anders gesagt: Die Fassade scheint zu bröckeln, bevor sie überhaupt fertig gebaut ist.
Susanne Hefti forscht derzeit am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich über die Auswirkungen der jüngsten populistischen und nationalistischen Machtverschiebungen auf die Architektur in Europa.

Im Tankkeller wird sich Susanne Hefti dem riesigen Steriltanklager annehmen. In diesem hohen Raum wird sie fotografische Arbeiten zum historischen Kulturwandel im Zusammenhang mit der lokalen Obstwirtschaft inszenieren.

susannehefti.com